Lyon sichert sich die Spitze, Villa dicht auf den Fersen
Olympique Lyon hat die Ligaphase der Europa League souverän als Spitzenreiter abgeschlossen. Mit einem verdienten 4:2-Heimsieg gegen PAOK Saloniki schraubten die Franzosen ihr Konto am Donnerstag auf 21 Punkte aus acht Spielen. Direkt dahinter landete Aston Villa. Die Engländer kamen nach einem hart umkämpften 3:2-Erfolg gegen den FC Salzburg zwar auf dieselbe Punktausbeute, mussten sich aber wegen der schlechteren Tordifferenz mit Rang zwei begnügen.
Arnautovic im Pech, gemischte Gefühle bei den Österreichern
Ein echtes Drama spielte sich derweil in Belgrad ab. Roter Stern rettete zwar vor heimischem Publikum ein 1:1-Unentschieden gegen Celta Vigo und zog damit als 15. in die Play-offs ein, doch für Marko Arnautovic war es schlichtweg ein gebrauchter Abend. Dass es für die Serben nicht zum Sieg reichte, lag vor allem an zwei aberkannten Toren des 36-jährigen Rekordnationalspielers. Zunächst traf er in der neunten Minute überlegt aus rund zwölf Metern, der VAR kassierte den Treffer jedoch wegen eines angeblichen Fouls von Vorlagengeber Aleksandar Katai wieder ein. Nur zehn Minuten später landete der Ball nach einer sehenswerten Aktion von Arnautovic erneut im Netz. Wieder griff der Videoschiedsrichter ein – diesmal wegen einer hauchdünnen Abseitsstellung. Der Stürmer verließ in der 79. Minute entnervt den Platz, bevor sein Ersatzmann Bruno Duarte kurz vor Schluss (89.) zumindest noch den Ausgleich besorgte.
Aus österreichischer Sicht gab es auf den anderen Plätzen Licht und Schatten. Junior Adamu stand bei der 0:1-Pleite des SC Freiburg in Lille bis zur 60. Minute auf dem Rasen, während Philipp Lienhart verletzungsbedingt passen musste. Dennoch stehen die Breisgauer als Tabellensiebter sicher im Achtelfinale. Auch Florian Grillitsch darf jubeln: Mit Sporting Braga reichte ein torloses Remis bei den Go Ahead Eagles für Platz sechs und den direkten Einzug in die K.o.-Runde. Torhüter Florian Wiegele zog mit Viktoria Pilsen dank eines knappen 1:0-Auswärtssieges beim FC Basel als 14. in die nächste Phase ein. Das Nachsehen hatte hingegen Flavius Daniliuc, der sich mit den Schweizern aus dem Wettbewerb verabschiedete. Genk sicherte sich derweil mit Tobias Lawal zwischen den Pfosten und Nikolas Sattlberger auf der Bank durch ein 2:1 gegen Malmö den neunten Platz.
Manchester United plant den großen Umbruch im Mittelfeld
Während Aston Villa aktuell auf der europäischen Bühne glänzt, rückt der Verein nun auch abseits des Rasens ins Rampenlicht. Im Hintergrund laufen die Kaderplanungen für den Sommer bereits auf Hochtouren, und die Birminghamer scheinen in den Fokus von Manchester United geraten zu sein. Bei den „Red Devils“ hat die Neugestaltung des zentralen Mittelfelds oberste Priorität. Da die Qualifikation für die Champions League in greifbarer Nähe scheint, pocht Trainer Michael Carrick auf deutliche Verstärkungen, um in der kommenden Saison konkurrenzfähig zu bleiben. United ist offenbar bereit, dafür tief in die Tasche zu greifen. Ganz oben auf der Wunschliste steht Sandro Tonali von Newcastle United. Es kursieren aber noch etliche weitere Namen rund um das Old Trafford, darunter Carlos Baleba von Brighton, der Crystal-Palace-Profi Adam Wharton sowie Elliot Anderson von Nottingham Forest.
Ein spektakulärer Tauschhandel bahnt sich an
Besonders brisant wird es allerdings bei einer Personalie von Aston Villa. Amadou Onana hat das Interesse der United-Bosse geweckt, was den Weg für einen aufsehenerregenden Spielertausch ebnen könnte. Im Gegenzug für den rund 50 Millionen Pfund teuren Onana könnte Manuel Ugarte zu Villa wechseln. Der Marktwert des Uruguayers wird derzeit auf etwa 35 Millionen Pfund taxiert, weshalb Manchester United wohl noch mindestens 10 Millionen Pfund drauflegen müsste, um den Deal für die Konkurrenz schmackhaft zu machen.
Für den englischen Rekordmeister wäre das ein echter Befreiungsschlag. Man würde nicht nur das ersehnte spielerische Upgrade im Mittelfeld bekommen, sondern auch eine finanziell sinnvolle Lösung für Ugarte finden, der seit seiner Ankunft im Jahr 2024 die hohen Erwartungen kaum erfüllen konnte. Auch für den Spieler selbst ergäbe der Wechsel absolut Sinn. Bei Aston Villa winken ihm weiterhin Einsätze im Europapokal und vor allem deutlich mehr Spielpraxis durch eine geringere Konkurrenz im Kader. Es wäre die perfekte Gelegenheit für ihn, seine ins Stocken geratene Premier-League-Karriere wieder in Schwung zu bringen.