Das letzte Testspiel vermasselte Russland ziemlich und verlor gegen Tschechien mit 1:2. Gegen Serbien heißt es deshalb: Siegen und mit einer erfolgreichen Generalprobe in die EM Endrunde starten.

Alles neu in Serbien

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YiAN Kourt / Shutterstock.com

Slavoljub Muslin ist seit einem Monat neuer Chefcoach der Serben und hat in den ersten beiden Spielen zwei Siege geholt. Serbien war in der EM Qualifikation abgeschlagen auf dem vorletzten Rang der Gruppe I gelandet. Auch die drei Punkte Abzug durch die Uefa aufgrund von Ausschreitungen im Spiel gegen Albanien hätten den Serben nicht für eine bessere Quali-Platzierung gereicht.

Mit dem neuen Trainer soll nun alles besser werden. Wer kennt es nicht, nach einer misslungenen Vergangenheit holt man sich neue Treter, vielleicht einen neuen Aufzug und meist geht’s dann noch zum Friseur. Die Serben planen dasselbe, und Muslin soll diesen Wandel einleiten.

Genug Potenzial hat der Kader auf jeden Fall, vom FC Chelsea ist Nemanja Matic die Identifikationsfigur überhaupt des serbischen Fußballs. Als Stammspieler im Verein als auch in der Nationalelf ist der defensive Mittelfelder Dreh- und Angelpunkt des Spielaufbaus der Serben. Und ihn kann man getrost als “Treter” bezeichnen, auch wenn er nicht neu im eigentlichen Sinne ist. Filip Kostic von Absteiger VfB Stuttgart ist genauso zukünftig gesetzt wie der erst 21-jährige Mitrovic von Newcastle United.

Austellung Serbien

Matic fällt aufgrund einer Rotsperre bis zum 10.10.2016 aus und wird nicht für Serbien auflaufen dürfen.

Mögliche Aufstellung: Rajkovic – Spajic, Ivanovic, Milunovic – Sedlar, Milivojevic, Tosic, Zdjelar, Kolarov – Tadic, Stojiljkovic

Wundertüten-Fußball aus Russland

Slutski klingt wie die freie, vulgäre Übersetzung für “Schneehase”, ist aber der Name vom russischen Chefcoach, der seit August vergangenen Jahres die russische Auswahl trainiert. Die Ausrichtung der Umstrukturierung des Kaders ist klar – es geht in erster Linie um die WM im eigenen Land. Und gerade deshalb kann die EM in Frankreich als eigentliche Generalprobe gesehen werden.

Roman Neustädter von Schalke 04 ist offiziell russischer Staatsbürger seit Ende Mai. Und dieser Schritt gewährt einen Einblick in die eventuellen Planungen von Slutski – nämlich die Breite des Kaders nicht nur mit Spielern aus der russischen Liga zu füllen, sondern auch auf Talente, die nicht direkt im ersten Fokus der Fans stehen, in die russische Elf zu überführen. Neustädter ist nämlich der bisher einzige Legionär in der russischen Auswahl. Ob man sich gegen das naive Selbstverständnis Russlands durchsetzen kann, dass die Juwelen des Fußballs im eigenen Land und der eigenen Liga ausgebildet werden können?

Die Mischung als Alt und Jung ist dem Trainer noch nicht wirklich gelungen, nur ein Spieler ist unter 25 Jahre. Der Rest hat zwar schon einige Erfahrung, doch die wirklich großen Stars hat Russland seit Arshavin nicht mehr hervorgebracht. Das Material ist definitiv vorhanden, nur muss sich in Zukunft auch auf die Ausbildung von erfolgshungrigen, wirklich jungen Spielern fokussiert werden.

Aufstellung Russland

Mögliche Aufstellung: Akinfeev – Smolnikov, Neustädter, Berezutski, Torbinski – Denisov, Ivanov – Kokorin, Shatov, Smolov – Dzyuba

Tipp

Eine schwierig zu tippende Partie ist das Duell zwischen Serbien und Russland allemal. In Anbetracht des Schwungs, welchen der serbische Coach ins Team gebracht hat, setze ich auf einen Sieg von Serbien. Russland ist zu unbeständig und zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass sie dieses Testspiel erfolgreich bestreiten könnten. Die Quote kommt von Ladbrokes, als Neukunde bekommt man einen Bonus von 60 €.

Tipp: Sieg Serbien – 3,00 Ladbrokes

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