Am Rande des Neujahrsempfanges der Deutschen Fußballliga in Frankfurt am Main ist der Bundestrainer zu seinen Plänen befragt worden. Dabei stellte er klar, dass er für die EM vieles im Kopf habe, wenn auch noch alles offen sei.

Für Großkreutz ist die Chance vergeben

kevin grosskreutz
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Auf Kevin Großkreutz angesprochen, machte er jedoch eine eindeutige Aussage. Nämlich dass der Weltmeister zu Hause bleiben muss. Der Spieler hatte vor der Saison von Borussia Dortmund zu Galatasaray Istanbul gewechselt. Doch anders als erwartet kam er bei den Türken nicht aufs Spielfeld. Dies war einem Versehen geschuldet – die Türkische Mannschaft hätte den Transfer bei der UEFA bis zu einem gewissen Stichtag melden müssen, was aber versäumt wurde.

Das kann man nicht dem Spieler anlasten, aber dass er sich daraufhin in den Urlaub verabschiedete, statt sich dennoch in Istanbul zu integrieren, nimmt Löw nicht gerade als das Verhalten eines Fußballprofis wahr.

Neue Möglichkeiten für Großkreutz

Der Bundestrainer ist sauer, weil er vom Trainer in Istanbul davon erfuhr, dass Großkreutz lieber über das Wochenende nach Hause fuhr. Nun soll er zurück nach Deutschland und den VfB Stuttgart vor dem Abstieg retten.

Doch die Karriere in der Nationalmannschaft scheint beendet. Der Bundestrainer hat „nur begrenzt Verständnis dafür, wie er mit seiner Karriere umgegangen ist“. Zumindest ist der „Urlauber“ vom EM-Kader gestrichen und hat sich das wohl selbst zuzuschreiben. Denn Fußball ist nun einmal ein Mannschaftssport, und wenn es ihm nicht wichtig ist, sich in die Mannschaft, zu der er wechselte, zu integrieren, muss er nun wohl oder übel mit den Konsequenzen rechnen.

Die Karriere von Kevin Großkreutz

Der 1988 in Dortmund geborene Spieler hat einige Erfolge zu verbuchen: er wurde mit Borussia Dortmund zweimal Deutscher Meister und mit der Nationalmannschaft 2014 Weltmeister. Doch das scheint ihm ein wenig zu Kopf gestiegen zu sein. Die britische Tageszeitung Guardian wählte Großkreutz 2014 zu einer der zehn unfairsten Sport-Persönlichkeiten des Jahres. Grund war unter anderem sein Verhalten, das er mehrfach in betrunkenem Zustand an den Tag gelegt haben soll. Er wurde von seinem Verein Borussia Dortmund dafür mit einer Geldstrafe von 50.000 Euro belegt.